MemTecplus

MemTecplus

Stoffgewinnung durch Flachmembranfiltration

Laufzeit

Von 01.10.2022 bis 30.09.2025

Pseudonym

MemTecplus

Projektart

Stoffgewinnung durch Flachmembranfiltration

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer kontinuierlich arbeitenden Membranfilteranlage mit hoher chemischer und mechanischer Stabilität, die sich zur Aufbereitung von Bergbauwässern und insbesondere der quantitativen Abtrennung von Schadstoffen, Schwermetallen und der Gewinnung von Seltenen Erden aus den Wässern von Altbergwerken und Abraumhalden in partikulär gebundener Form eignet.

 

Kern des Projekts ist die Entwicklung eines innovativen mikroporösen Membranfiltersystems auf Basis von Polyvinylchlorid-Membranen. PVC wird bisher nicht als Membranmaterial genutzt, weist jedoch für die Anwendung als Filtermaterial im technischen Sektor hervorragende Eigenschaften auf:

  • Beständigkeit in weitem pH-Bereich
  • hohe Festigkeit
  • kostengünstig
  • Erzeugung von Poren mit einer geeigneten Porengröße zwischen 0,5–20 μm durch das Verstrecken einer mit Partikeln gefüllten PVC-Folie

Für die Herstellung der Membranen wird im Projekt ein industrielles Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, die Produkteigenschaften den Anforderungen entsprechend zu steuern und kostengünstig zu fertigen.

Neuartige modulare Filtereinheiten werden erzeugt, indem die Membranen auf ein Drainagetextil kaschiert, zu Filtertaschen gefügt und zu hydraulisch verbundenen Stacks zusammengefasst werden.

Durch die verfahrenstechnische Kombination neu zu entwickelnder in situ Reinigungsverfahren (mechanisch oder/und strömungstechnisch) mit einer Sinkverdichtung des Niederschlags und dessen kontinuierlichem Austrag ist die Wasserreinigung mit der Wertstoffgewinnung gekoppelt. Dazu ist es erforderlich, die abzuscheidenden Stoffe in einem vorgelagerten Inline-Verfahrensschritt partikulär zu fällen.

Für die kontinuierliche partikuläre Abtrennung von Zielstoffen und gleichzeitige Wasserreinigung wird ein innovatives Anlagenkonzept für Mikrofiltrationsmodule entwickelt. Alle Fertigungsschritte von der Herstellung der Membranen bis zum Modulbau können von Unternehmen im Umfeld der Erzgebirgsregion abgebildet werden. Für die Filtersysteme wird darüber hinaus ein hohes weltweites Marktpotential erwartet.

Kontakt

FILK Freiberg Institute GgmbH

Dr. Kristin Trommer

   +49 3731 366-141

   kristin.trommer@filkfreiberg.de

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